Versicherungsmissbrauch lohnt sich nicht

Versicherungsmissbrauch lohnt sich nichtWer Versicherungen missbräuchlich in Anspruch nimmt, begeht eine Straftat und schadet allen ehrlichen Kunden. Deutsche Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men erfassen in ihrem Hinweis- und Informationssystem "Uniwagnis" deshalb alle auffälligen Schadenfälle, um besonders riskante Versicherungskunden rechtzeitig zu erkennen und Betrug aufzudecken. Beispielsweise kassiert rund einer von hundert Kfz-Versicherten jährlich eine Meldung bei Uniwagnis – etwa weil er einen Schaden abrechnen wollte, dessen Umstände eindeutig auf Versicherungsmissbrauch hindeuten.

Der deutschen Versicherungswirtschaft und ihren Kunden entsteht jährlich ein Schaden von rund vier Milliarden Euro durch unwahre, fehlerhafte, unvollständige oder betrügerische Angaben. Die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men nutzen ihre gemeinsame Uniwagnis-Datei etwa, wenn Neukunden eine Police abschließen wollen oder unklare Leistungsfälle zu prüfen sind – vor allem dann, wenn Schadensachbearbeitern besondere Verdachtsmomente auffallen. Je betrugsanfälliger eine bestimmte Versicherungssparte ist, desto gründlicher werden die relevanten Daten geprüft und gesammelt. Angaben zu gemeldete Kfz-Diebstählen zum Beispiel werden grundsätzlich gespeichert und mit bereits erfassten Fällen abgeglichen. Die Daten werden in verschlüsselter Form erfasst, so dass abfragende Unternehmen keine direkten Rückschlüsse auf konkrete Per­sonen ziehen können. Mehr als 10 Millionen Einträge finden sich in der Uniwagnis-Datei mittlerweile.

Als Verbraucher können Sie Ihre Uniwagnis-Einträge auch selbst abrufen. Wenn Sie wissen wollen, ob und welche Daten über Sie in der Datenbank eingetragen sind, schicken sie einfach einen Brief mit einer Kopie Ihres Personalausweises an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Wilhelmstraße 43/43 G, 10117 Berlin. Die Anfrage wird umgehend bearbeitet, außer dem Porto fallen keine Kosten an. Gegen falsche Einträge können Sie direkt beim Versicherer widersprechen. Kommt es zu keiner Einigung, hilft die kostenlose Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft unter www.versicherungsombudsmann.de